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Max-Born-Realschüler recherchieren zum Thema Raubkopieren
und Strafen beim Download von Filmen und Musik
Copypolice: Den Piraten des Netzes auf der Spur
Wie wird eigentlich eine DVD produziert? Und
welche Konsequenzen haben Raubkopien? Mit diesen Fragen
beschäftigten sich die Informatikklassen der
Max-Born-Realschule.
Ein Projekt, das eine ausgiebige Recherche voraussetzte: "Deshalb
haben wir zunächst einen Tag in der Firma e-m-s newmedia
verbracht, um zu sehen, wie eine DVD erstellt wird", erzählt
Daniel (15). Und so konnten die Schüler hautnah miterleben,
dass eine DVD erst die Stationen Produktvorbereitung, Video-
und Audioschnitt, Untertitelung, Chaptering, Screendesign und
Marketing durchlaufen muss, bevor sie zum eigentlichen
Vertrieb gelangt.
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| Von den eigenen Raubkopien erschlagen: Auch eine Art
von "Strafe", die dem unerlaubten Downloaden von Musik und
Filmen aus dem Internet folgen kann, befürchten die
Schüler der Informatikklassen der Max-Born-Realschule. |
"Durch die Besichtigung der Produktionsfirma ist den Schülern
erstmals bewusst geworden, dass ein Preis von rund 20 Euro pro DVD völlig gerechtfertigt ist", berichtet Informatiklehrer Udo
R. Pfeifer und hofft, dass sich dadurch das Bewusstsein der
Schüler bezüglich Raubkopien verändert hat.
Die sind auch auf dem Schulhof keine Seltenheit. "Im Grunde kann
man alles bekommen, egal ob Musik oder die neuesten Filme",
sagt ein Schüler. Ein Grund mehr für die Schüler, auch die
Konsequenzen genauer zu untersuchen. Hierzu wurde Horst
Soltysiak von der Initiative "copypolice" eingeladen, der über
die Folgen des Downloadens und des Verkaufs von Raubkopien
aufklärte.
Gegründet wurde die Initiative vor etwa zwei Jahren. Ihr Ziel:
gegen das fehlende Unrechtsbewusstsein der Nutzer anzugehen,
Internetpiraterie anzuprangern. "Die Verbreitungswege von
urheberrechtlich geschützten Inhalten sind so zahlreich
geworden, dass wir durch unsere Aufklärungsarbeit einen
höheren Sensibilisierungsgrad erreichen wollen", erklärt Horst
Soltysiak. Dies sei nötig, da die meisten nicht wüssten, dass
es sich beim Downloaden nicht um ein Kavaliers-, sondern
Strafdelikt handelt, das mit Geld- und Gefängnisstrafen
geahndet wird.
"Copypolice versteht sich nicht als Internet-Polizei, sondern als
Anlaufstelle und Aufklärungsorgan", so Soltysiak. Ihre
Erfahrungen stellt die Initiative den Institutionen zur
Verfügung, die sich mit der Verfolgung von
Urheberrechtsverletzungen befassen. "Seit unseren Recherchen
und speziell durch den Vortrag von Herrn Soltysiak sind wir
alle sehr unsicher im Umgang mit Raubkopien", sagt Niklas
(15), der vorher die möglichen Folgen nicht kannte.
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| Projekt geht bei bei den Netd@ys an den Start |
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Doch das reicht den Schülern nicht. Sie
haben zudem einen Internetfragebogen zum Thema Raubkopien
erstellt. "Es ist erschreckend, wie viele sich der
Konsequenzen gar nicht bewusst sind und regelmäßig Filme und
Musik downloaden", so Pfeifer über die ersten Ergebnisse.
Mit dem Gesamtprojekt wollen sich die Schüler in diesem Jahr wieder
bei den Netd@ys 2003 bewerben, die jedes Jahr Preise für
Online-Projekte vergeben.
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